Mit dem Begriff Schalldämmung

bezeichnet man die Maßnahme zur akustischen Trennung von Räumen

Um Räume optimal nutzen zu können, sind gute Schalldämmwerte für die Nutzer notwendig.
Ein wichtiger Faktor ist dabei die Auswahl des im Labor geprüften Schalldämm-Maßes Rw,P.

BLS bietet diesbezüglich eine Auswahl von acht verschiedenen Schalldämmwerten an:
Rw,P 44 dB, Rw,P 48 dB, Rw,P 51 dB, Rw,P 52 dB, Rw,P 54 dB, Rw,P 55 dB, Rw,P 57 dB und Rw,P 59 dB.

Wandstärke / Elementdicke
Die Wandstärke beträgt bei einer Schalldämmung von Rw,P 44 dB bis Rw,P 55 dB, in Kombination mit einer Standard-Kunststoff-Oberfläche, 100 mm. Aufgrund einer größeren Verarbeitungsmenge von Schallschutzmaterial beträgt die Wandstärke bei einer Schalldämmung von Rw,P 57 dB und Rw,P 59 dB, in Kombination mit einer Standard-Kunststoff-Oberfläche, 120 mm.
Durch den Einsatz von anderen Oberflächen, wie z. B. Akustikplatten, vergrößert sich die Wandstärke auf ca. 130 - 160 mm.

Allgemeine Hinweise zur Schalldämmung mobiler Trennwände

Die Labor-Schalldämmung mobiler Trennwände wird im akustischen Prüfstand unter schall­nebenwegfreien Bedingungen gemessen.
Dabei wird ein Schalldämmmaß Rw oder auch als Rw,P angegeben.

Diese Schalldämmung kann von der Trennwand am Bau wegen der hier vorhandenen Schall­nebenwege über Flankenbauteile nicht erreicht werden. Daher sind auch an flankierenden Bau­teilen Anforderungen an die akustische Leistungsfähigkeit zu stellen, die sich
je nach Höhe der zu erreichenden Schalldämmung unterschiedlich gestaltet. Dies kann soweit gehen, dass zusätzliche Schallschutzmaßnahmen nach Angabe eines Akustikers erforderlich werden.

Die Schalldämmung der flankierenden Bauteile am Bau sollte je Bauteil ca. 10 dB über der Schalldämmung des mobilen Trennwandsystems liegen. Dennoch kommt es zu einer Abminderung der Schalldämmung infolge der Schallnebenwege,
die mit Vorhaltewert von bis zu Vm 10 dB abgezogen wird.

In der Darstellung ist zu ersehen, wie sich die Schalldämmung der einzelnen Komponenten  zusammensetzt.

Rechenbeispiel:

Das verwendete Trennwandsystem ist im Prüflabor mit Rw,P 51 dB gemessen worden.
Unter Berücksichtigung des Vorhaltewertes von Vm 10 dB ist im eingebauten Zustand mit Rw,R 41 dB zu rechnen.

Die flankierenden Elemente wie Wände, Fenster, Türen, Böden und Decken sind in diesem Beispiel nicht berücksichtigt;
haben aber einen enormen Einfluss auf die tatsächliche Schalldämmung. Zum Beipiel können Lüftungskanäle und
Kabelbrücken in der abgehängten Decke und der Abschottung den angegebenen Schalldämmwert mindern.
Ein Standardwert für die eingebauten Türen und Fenster liegt in dem Bereich von Rw,P 32 – 39 dB,
was ebenfalls den Gesamtschalldämmwert beeinträchtigt.

Die Berechnung des resultierenden Schalldämm-Maßes Rw,res erfolgt nach folgender Gleichung:

Wie hoch ist die zu erreichende Schalldämmung bei einer Trennwand mit einer Fläche von SMobilwand 12,6 m²,
einem Glasschwert von SFassadenschwert 2,2 m², einer Betonsäule mit einer Fläche von SMassivbauteil 1,2 m²
und einer Gesamtfläche von Str 16 m² ?

Rechenwert des bewerteten Schalldämm-Maßes der einzelnen Bauelemente in dB

Rw,R,Mobilwand

Rw,R 41 dB

Rw,P 51 dB - Vm 10 dB

Rw,R, Massivbauteil

R’w,R 52 dB

 

Rw,R,Fassadenschwert

Rw,R 32 dB

Rw,P 37 dB - Vm 5 dB

Das Ergebnis aus unserem Beispiel für das resultierende Schalldämm-Maß ist Rw,res 38,2 dB.

In der VDI-Richtlinie wird bei üblicher Bürotätigkeit ein Schalldämmwert von R'w 37 dB zwischen den Räumen empfohlen.
Um diese Schalldämmung zu erreichen, wird anhand dem vorherigen Beispiel eine mobile Trennwand mit Rw,P 51 dB benötigt.

Durch die Erhöhung der Schalldämmung um Rw,P 6 dB auf Rw,P 57 dB wird der resultierende Schalldämmwert
nur um 1,7 dB auf Rw,res 39,9 dB erhöht.

Beispiel:
Ein im Nachbarraum stattfindendes lautes Gespräch, mit einem Schallpegel von ca. 70 dB(A), wird durch eine Wand mit
der errechneten Schalldämmung von Rw,res 38 dB gedämmt. Das Gespräch ist dann noch mit einem Restwert des Schall-
pegels von ca. 32 dB(A) zu hören - ein Verstehen und Verfolgen des Gespräches ist allerdings nicht mehr möglich.

Wahrnehmung und Schalldämmung

Schalldämmung (gesamt)

Wahrnehmung durch Nutzer

30 dB

Ein Gespräch im Nebenraum kann eindeutig gehört und verstanden werden.

35 dB

Ein Gespräch im Nebenraum kann gehört, jedoch nicht verstanden werden.

40 dB

Ein Gespräch im Nebenraum wird nur wage wahrgenommen.

50 dB

Ein Gespräch im Nebenraum kann nicht gehört werden.

Der Schallpegel

Bei 0 dB(A) liegt die Hörschwelle des normal hörenden Menschen.

0 bis 20 dB(A)

Hört man kaum - wie Waldrauschen oder Flüstern.

20 bis 40 dB(A)

Ist bereits gut zu hören - wie Ventilatoren oder allgemeine Hintergrundgeräusche.

40 bis 60 dB(A)

Ist eine normale Gesprächslautstärke oder ein leises Radio.

60 bis 80 dB(A)

Erreicht ein lautes Gespräch, ein vorbeifahrendes Auto oder ein Staubsauger.

80 bis 100 dB(A)

Liegt im Bereich eines vorbeifahrenden LKWs, Motorsäge oder Winkelschleifer.